Ich packe Bouillon und Neugier.

OUTFITS KANN JEDER.

Unterwegs sein liebe ich! Egal ob privat oder mit einer Gruppe, es gibt so viel zu entdecken, kennenzulernen, zu erleben… Da ich generell ein organisierter Mensch bin (manche sagen überorganisiert), versuche ich auch, mich auf Reisen entsprechend vorzubereiten und natürlich geht das Organisieren auch am Gepäck nicht vorbei. Eine Packliste habe ich immer (die wohnt in meiner Notizapp und wird entsprechend aktiviert – liebe es). Auf der Packliste steht alles: Kleidung, Medizin, Unterlagen… Und während Kleidung natürlich je nach Jahreszeit und Destination angepasst werden, gibt es ein paar Dinge, die immer mitkommen. Manche wiegen fast nichts. Andere sind unsichtbar (und vielleicht die wichtigsten).

 

 

 

 

 

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Eine Kamera. Ich bin mittlerweile allerdings dazu übergegangen, meist mein Smartphone zu benutzen (viiiiel leichter und ohnehin immer dabei). Nicht, um alles festzuhalten. Sondern um genauer zu sehen. Wer fotografiert, schaut anders. Achtet auf Linien, Licht, Material, Zwischenräume. Manchmal ist das Bild nur eine Notiz für später. …und ich mache viiiiiele Notizen ;) Ganz wichtiges Teil, das hier dann ganz logisch auf dazugehört: niemals ohne (geladene) Powerbank!

 

Eine Handykette. Unromantisch (und vielleicht auch unsexy), aber effektiv. In engen Gassen, in vollen Straßenbahnen, auf Märkten. Sie ist mein kleiner Diebstahlschutz und gibt mir so ehrlich gesagt auch ein Stück Gelassenheit. Ah, dazu passt vielleicht auch noch ein eher technischer Tipp: unterwegs ist man klar oft in öffentlichen (ungeschützten) Wlan unterwegs und das kann tatsächlich große Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Ich verlasse mich da auf NordVPN. (Ein VPN = Virtual Private Network ist wie ein verschlüsselter Tunnel für die Internetverbindung, der das Surfen sicherer und privater macht. Persönliche Daten sind geschützt und die echte IP-Adresse wird durch die eines VPN-Servers ersetzt. Kurz gesagt: Ein VPN verschlüsselt den Datenverkehr und verbirgt die Identität. Ich habe die App auf meinen elektronischen Geräten installiert und habe sie eigentlich die ganze Zeit in „Alarmbereitschaft“ – you never know…

 

Ein Halstuch. Zugluft im Flieger, kühlere Abende - ich habe das Gefühl, mit etwas um den Hals geht’s mir besser.  Reisen heißt für mich auch: gut für den eigenen Körper sorgen. 

 

Ein Buch. Meist digital. Für Züge, Flughäfen, Cafés. Lesen ist für mich kein Zeitvertreib, sondern eine Form des Ankommens im Dazwischen. Und (m)eine 1A-Einschlafmethode.

 

Bouillon. Seit meiner Lungenentzündung in Japan reise ich nicht mehr ohne. Damals konnte ich tagelang nichts essen. Brühe hätte ich gerne dabei gehabt: auf fast jedem Hotelzimmer steht ein Wasserkocher und man hat so schnell etwas Flüssigkeit, Elektrolyte und Nährstoffe, die bei Fieber, Erkältung oder Magen-Darm-Infekten oft fehlen. Seitdem ist sie mein stilles Sicherheitsnetz im Gepäck.

 

Und: Ohropax. Unterschätzt und absolut unverzichtbar. Hotelwände sind dünn. Städte schlafen anders als ich. Geräusche gehören zum Reisen, aber Schlaf auch. Oropax sind mein kleines Stück Ruhe in der Fremde.

 

Daneben die Klassiker: Blasenpflaster (ja, die Schuhe können schon jahrelang getragen sein, aber nach 14.86 km Stadterkundungstour (oder mehr) kann schon mal ein Socken schief sitzen oder sonst irgendetwas Spuren an den Füßen hinterlassen. Oh und für Wetter schwöre ich mittlerweile auf sturmsichere Schirme, weil, was bringt der beste Regenschirm, wenn er von einer Böe erfasst und umgekrempelt wird? Don’t need this! Und die Tasche in der Tasche: man weiß ja nie, wenn so ein Museumsshop plötzlich die einmalige Gelegenheit bietet für einen Einkauf oder die Dekoration eines Schaufensters zum Spontankauf einlädt oder Wasserflaschen, Snacks und Wassermelonen aus dem nächsten Supermarkt mitmüssen. Blöd, wenn man dann die Beute nicht verstauen kann! Deshalb: Kleine Tasche in großer Tasche. Immer.

 

Und dann gibt es ja noch das Unsichtbare:

 

Zeit & Langsamkeit. Ich plane nicht jede Stunde durch. Ich lasse Lücken. Die interessantesten Entdeckungen stehen selten im Reiseführer, sondern passieren „on the go“. Treiben lassen. Kaffee trinken. Schauen. Einfach so. Berieseln lassen. Da sein.

 

Das passt auch: Neugier (unabdingbar auf Reisen). Warum ist dieser Balkon so gestaltet? Wer hat diese Bank entworfen? Weshalb stehen hier eigentlich überall diese Stühle? Was heißt das? Wohin führt dieser Weg? Reisen heißt für mich: Fragen stellen.

 

Reisen heißt für mich erkunden mit allen Sinnen: hinsehen, riechen (ja, manchmal auch nicht so angenehm), einfühlen und hören!

 

Was ist denn dein absolutes Muss im Reisegepäck?

NICOLE KLEMENS

Dozentin

Kunst- & Designhistorikerin

KommunikationsTrainerin 

[email protected]

Tel. +49 (0)170.270 83 46

 

Instagram:  @kunstpause